| Meine letzte Expedition |
| Führte mich zum nordischen Pol |
| Die Bellos zogen die Schlitten |
| Und wir fühlten uns pudelwohl |
| Und nach neunzehn Tagen und Nächten |
| Hatten wir das Ziel erreicht |
| Plötzlich seh' ich ein Wesen |
| Bis zum Nabel im Schnee |
| Das da durch die Gegend schleicht |
| «Hallo, Schnee-Indianer, wie geht’s denn so?» |
| Fragte ich ihn |
| «Und was machen Sie, außer Löcher in Eis hau’n |
| Und 'n Fisch rauszieh’n? |
| Außer auf Eisbären reiten |
| Und mit Hunde-PS über Gletscher gleiten?» |
| Er sagt': «Ich heiße Øle Pinguin |
| Und ich lebe hier sehr gern |
| Beachten Sie die Romantik |
| Und es leuchtet der polare Stern |
| M-m-anchmal ist es 'n bisschen kalt |
| Doch wenn ich frier' |
| Dann greif ich mir 'ne Eskimöse |
| Und wärme mich an ihr |
| Dann crem' ich sie ein |
| Mit Lebertran und Walfischfett |
| Und dann sag' ich verschmitzt: |
| «Bist du auch so erhitzt? |
| Komm, wir schmelzen unser Gletscherbett!» |
| Der Abschied stand ins Iglu |
| Wir trauerten in Tiefkühl-Town |
| Das letzte Mal knutschte ich |
| Die Nasen der schönen Frau’n |
| Und den Øle fragte ich |
| Ob er mit nach Hamburg kommen will |
| Er sagte: «Na klar, denn an der Alster an der Elbe, an der Bill |
| Kann ein jeder moken, wat er will» (Schön wär's!) |
| Und dann sah er dieses Land |
| Und verlief sich im Kaufhaus-Meer |
| Lamettaland, Müll und Chemie |
| Und die Mitternachtssonne, die fand er nie |
| Und außerdem wär's viel zu heiß |
| Und trotzdem viel kälter als im Eskimo-Eis |
| Und warum, fragte er, sich im Süden, im Warmen |
| Die Leute denn so selten mal umarmen |
| Øle Pinguin |
| Wollte lieber wieder nach Grönland zieh’n |
| Er winkte sich 'n Schlitten ran |
| Bloß weg und schnell zurück |
| «Was ihr hier aus eurem Leben macht |
| Das ist doch bloß Konservenglück |
| Wir cremen uns ein |
| Mit Lebertran und Walfischfett |
| Und dann sagen wir verschmitzt: |
| «Bist du auch so erhitzt? |
| Komm, wir schmelzen unser Gletscherbett!» |