| Dieser Abend hier mit dir war wirklich wunderschön. |
| Schade, dass du schon gehen willst. Ich hoffe sehr, wir sehen |
| uns bald wieder. Ich lad' dich gern nochmal zum Essen zu mir ein. |
| Sag' einfach Bescheid, wann du Zeit hast … Wie wär's mit morgen? Nein. |
| Na ja, dann halt ein andermal. Komm' gut nach Haus. |
| Ach Mensch, du Arme musst jetzt in die kalte Dunkelheit hinaus! |
| Komm', ich bring dich noch zur U-Bahn … wobei nee, hat keinen Zweck. |
| Die letzte U-Bahn ist um diese Zeit schon lange weg. |
| Ich würd' dich ja nach Hause fahren, mit meinem Wagen, |
| hätten wir beide etwas weniger Alkohol im Magen, will sagen |
| im Blut. Ich hab' total vergessen, drauf zu achten … |
| Ach, komm', wenn du willst, |
| kannst du auch bei mir übernachten. Ich mein', |
| dann wär'n wir beide heute Nacht nicht so allein. |
| Wenn du möchtest, bleib, |
| ein netter Zeitvertreib |
| fällt uns zwei’n |
| mit Sicherheit ein. |
| Du nimmst ein Taxi. Ist das nicht teuer? |
| Taxifahrer sind mir außerdem nicht so ganz geheuer. |
| Die woll’n von einer schönen Frau wie dir doch nur das Eine. |
| Hast du denn keine Angst, so nachts im Taxi ganz alleine? |
| Soll ich nicht besser mitkommen? … Nee, das wär' nicht optimal, denn |
| ich hab' nicht genügend Geld im Haus, meine Rückfahrt zu bezahlen. |
| Dann müsst' ich bei dir übernachten, quasi bei dir daheim. |
| Na komm', also im Grunde könntest du dann ja auch eigentlich gleich |
| in meiner Wohnung bleib’n. |
| Ach, du könntest mir was leihen für's Taxi? Ich bin gerührt! |
| Doch nee, lass mal, das wird jetzt ja echt zu kompliziert. |
| Es wäre, wenn wir die Sache einmal nüchtern betrachten, |
| für uns beide am einfachsten, |
| du würdest bei mir übernachten. Im Ernst, |
| anstatt dass du dich jetzt unachtsam entfernst, |
| schlag' ich vor, du bleibst hier |
| und hoff', du kommst mit mir |
| darin überein: |
| Es wird das Beste für dich sein. |
| Du könntest auf dem Sofa schlafen, das ist aber recht unbequem. |
| Ich würd' ja auf dem Sofa schlafen, doch ich hab' da ein Problem |
| mit meinem Rücken. Drum, bevor sich unsere Bandscheiben verkeil’n, |
| schlage ich vor, dass wir uns lieber mein Bett gemeinsam teil’n. |
| Denn das ist breit genug für zwei, wenn wir ein bisschen zusammen rücken. |
| Und wir könnten darin auch prima gemeinsam frühstücken. |
| Ich brächte dir Frühstück ans Bett und gestatte |
| mir dich aufzuwecken mit einer schönen Morgen-Latte-Macchiato. |
| Was gibt es Schöneres am Morgen |
| als den Duft von frischem Kaffee? Gut, den müsst' ich noch besorgen, |
| sowie Brötchen und Croissants und was sonst noch angebracht ist |
| für den Fall, |
| dass du heut' bei mir übernachtest. Das wär' fein. |
| Hier ist es schöner als du dachtest, also sag' nicht nein. |
| Ich würd' mich wirklich freu’n, |
| dich hier bei mir zu betreu’n, |
| Du kannst dir sicher sein: |
| Du wirst es nicht bereu’n! |
| Was? Nein? |
| Ach, du möchtest doch lieber heim. Und zwar allein. |
| Na dann, gib' auf dich acht. |
| Tschüss. Komm' gut nach Hause. Gute Nacht. |
| Und die Moral von der Geschicht': |
| Mit Logik alleine überzeugst du Frauen nicht. |